Müllsortieranlage heiß gelaufen
FRIEDRICHSSEGEN/MIELLEN. "Feuer in einem Recyclingbetrieb in Friedrichssegen" lautete die Meldung an die Einsatzkräfte heute (Freitag) früh gegen 5.30 Uhr. In der Ortsgemeinde Miellen (auf deren Gebiet der Recyclingbetrieb liegt, obwohl er gegenüber des Bahnhofs im Lahnsteiner Stadtteil Friedrichssegen angesiedelt ist) schreckte die Sirene die Bewohner aus dem Schlaf. Die Feuerwehren aus Lahnstein und Miellen machten sich auf den Weg und mussten auf dem weitläufigen Gelände erst nachsuchen, bis sie den Grund für den Alarm aus der Brandmeldeanlage entdeckt hatten. Eine Müllsortieranlage war offensichtlich heiß gelaufen und in Brand geraten, eine Halle war verraucht. Schwierig gestaltete sich die Suche nach dem eigentlichen Brandherd, mit einer Wärmebildkamera und einem Trupp unter Atemschutz rückte die Lahnsteiner Wehr dem kokelnden Brandnest zu Leibe. Eigentlich am Rande des Geschehens zeigte sich (einmal mehr) eine gefährliche Tatsache: Die Feuerwehr Miellen stand acht Minuten lang (!) vor der geschlossenen Schranke in ihrer Heimatgemeinde, und kam so lange nach der Feuerwehr Lahnstein am Einsatzort an. "Diesmal war es nur Müll - aber wenn Menschenleben in Gefahr sind, sind acht Minuten eine verdammt lange Zeit. Dann kann es zu spät sein", so ein Feuerwehrmann. Die Miellener Einsatzkräfte rückten unverrichteter Dinge wieder ab - und hoffen auf die von der Deutschen Bahn in Aussicht gestellte Automatisierung der Bahnschranke. Durch elektrische Kontakte an den Schienen soll die Schließungszeit der Schanke dann wesentlich kürzer sein.
Das schlimmste Szenario für die ehernamtlichn Retter aus Miellen wäre nämlich, wenn sie vor der geschlossenen Schranke zusehen müssten, wie quasi in Sichtweite des neuen Gerätehauses, mitten in ihrer Heimatgemeinde, aber eben auf der anderen Seit der Bahngleise Menschen zu Schaden kämen. Willi Willig






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